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Bereits zum vierten Mal in Folge (dreimal davon "außer Haus") führten wir unser erfolgreiches Probenwochenende durch. Wir recherchierten im Internet und fanden für dieses Jahr das "Störitzland" für geeignet. Also verabredeten wir uns für Sonnabend vor Ort, um pünktlich 09.00 Uhr mit den ersten Tönen und der Probe zu beginnen

Kinder-, Jugend- und Familiencamp "Störitzland"

Da es im Südosten Berlins (ca. 80 km von uns entfernt) gelegen ist, war für uns die Anreise nicht schwer, zumindest für jene, welche die irreführenden Ansagen der Navigationsgeräte ignorierten. Doch an einen zeitgenauen Beginn war nicht zu denken. Im Konvoi durchfuhren wir das Eingangstor mit Zwischenstopp an der Rezeption, dann zum Biberbau 1. Erster Eindruck - alles sehr einfach - und K A L T ! Unter diesen Bedingungen angestrengt und konzentriert arbeiten sollte schwer fallen. Während wir uns einrichteten (Zimmeraufteilung, Chorraum herrichten, Kaffee kochen etc.) wurden der Haustechniker gerufen und ein "geheimer Bote". Er musste aus Marienwerder das Keyboard bringen, an welches wir vorher überhaupt nicht gedachte hatten. Danke für die schnelle Hilfe.

Der 1. Sopran konzentriert.

Der 2. Sopran bereitet sich intensiv vor. Der Alt bildet sich.

Ein ausgedehntes Einsingen machte die Stimmen einsatzbereit für eine ganze Menge neuer Melodien. Gleich das erste Lied wurde zum Motto des Wochenendes: Singen macht Spaß. Wir lernten die Melodie sehr schnell und hatten Spaß am kanonischen Einsatz. Das gab Zuversicht und ließ uns beim nächsten Projekt wundern. Der 2. Sopran sollte nur "dum" singen und das auf einem einzigen Ton. Da soll Kunst draus werden? Als jedoch der Alt mit einem Walking Bass und der 1. Sopran mit einem lässigen "dubadua" ergänzten, wurde die Richtung klarer. Letztlich kam die erste Textzeile "Weine nicht, wenn der Regen fällt" - nun wussten alle, was sich hier entwickelt hat. Das Lied macht allen Spaß und wurde erstaunlich schnell von alle Stimmen sicher beherrscht. Wir sind auf die Premiere vor Publikum gespannt.
Bei soviel Neuem und eigenorganisierter guter Pausenversorgung war die erste Probenzeit schnell vergangen und wir fanden uns im großen Speisesaal zu Nudeln mit Tomatensoße ein - einige fühlten sich an frühere Ferienlagerzeiten erinnert. Insgesamt fiel die Pause kurz aus, so dass wir die Arbeit an unserem umfangreichen Programm fortsetzten konnten. Eine echte Herausforderung für uns war die Neueinstudierung von Brahms' "In stiller Nacht". Es sind einige Schwierigkeiten versteckt, an denen wir auch zum Teil ganz schön zu ackern hatten. Doch plötzlich war der Klang da und wir sangen alle Strophen des bis eben noch unbekannten Liedes. Solche Erfolge beflügeln.

Der 1. Sopran:
J. Rütze, M. Blankenburg, S. Werner, R. Jung, D. Schenk, R. Schwarick

Nach weiteren "Entstaubungsaktionen" von bereits bekannten, doch wenig gesungenen Liedern mussten wir leider erkennen, dass wir die neuen Melodien noch nicht wirklich beherrschten. Manche Passagen schienen wie noch nie zuvor gesungen, alles vergessen. Mit viel Mühe und langsam nachlassender Konzentration gelang uns aber die erste Festigungsphase. Mit dem neuen Kanon "Gute Nacht, das Tagwerk ist vollbracht" beendeten wir diesen langen, aber erfolgreichen Probentag und freuten uns auf das entspannte Zusammensein am Abend.

Der Proberaum wurde umgeräumt, das Licht gedimmt und allerlei Leckeres auf den Tischen platziert. Ungezwungen, und ohne die strengen Blicke des Chorleiters, wurden Lieder gesungen, sich an Trinklieder vergangener Jahre erinnert und viele Gespräche geführt. Wir sind eine echte Gemeinschaft, die Freud und Leid gleichermaßen miteinander teilt, das ist manchmal wichtiger als ein guter Klang. Die Nacht wurde sehr lang, da konnte auch das immer wiederholte "Psssst" auf dem Flur den Schlaf einiger Sängerinnen nicht retten.

Der 2. Sopran:
V. Schwarick, H. Jobczyk, K. Keiling, S. Reetz, B. Schilling

Der Morgen danach - unsere mutigste Sängerin genoss ein frisches Bad im See (bei 6°C Morgentemperatur), die anderen holten langsam die Stimmen aus den Tiefen des Altbereichs. Der Vormittag wurde nochmals effektiv für Festigung und Feinarbeit des Eingeübten genutzt und ein wunderbarer Abschluss für alle war die intensive Präsentation von Mozarts "Ave verum". Es sind nicht die Töne selbst, sondern die Art, wie man diese Töne singt, welche uns mit Zufriedenheit erfüllten. E steckt soviel zwischen den Zeilen, wir müssen es nur entdecken und mit voller Spannung im Vortrag bedenken.

Der Alt:
R. Hetzel, W. Goslinowski, R. Greulich, D. Targatz, G. Röck

Mit diesem Erfolg für uns verabschiedeten wir uns von der Objektleitung und fuhren mit zufriedenen Gesichtern nach Hause. Es gab die einstimmige Bekräftigung, dass wir Dajana für die Organisation danken, dass es für alle Nichtanwesenden schade war, und - dass auch 2011 ein Probenwochenende stattfinden soll.

Impressionen der Probentage

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