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Gleich nach der diesjährigen Sommerpause nutzte der Frauenchor die Gelegenheit für eine intensive Probenzeit und traf sich am 05./ 06. September. Diese Mal ging es sozusagen "gleich um die Ecke", zum Naturfreundehaus Üdersee in Finowfurt, wo wir pünktlich 09.00 Uhr das Quartier bezogen und wenige Minuten später die ersten Töne im Probesaal erklangen.

Dem Raum war der Charme vergangener Glanzjahre zu DDR-Zeiten noch anzumerken, für unsere Besetzung eigentlich zu groß. Leider hatten sich aus unterschiedlichsten Gründen nur 15 Frauen zum Proben eingefunden und an dieser Stelle sollen auch gleich die ermutigenden Worte des Chorleiters erwähnt werden: ein großes Dankeschön an den Sopran, der fast vollzählig antrat, ein Kompliment an den Alt für seine stete und verlässliche Leistung und große Hochachtung für den 2. Sopran, der sich trotz Erkältung und privater Belastung in allen Sangesstunden zu dritt wacker geschlagen hat.
Naturfreundehaus Üdersee

Nach anfänglicher Enttäuschung auf Grund der zögerlichen Beteiligung kamen der Tatendrang und das Erstaunen über die Menge neuer Lieder, welche gleich zu Beginn ausgeteilt wurden. Mit einem ausführlichen Einsingen erklangen die ersten Töne, welche in einem 4 stimmigen Kanon mit 3 stimmigem Ostinato mündeten (A song is like an apple). Doch der Hit des Wochenendes war in diesem Jahr "Tum Balalayka". Wir hatten bereits in der Probe vorher damit begonnen, die einzelnen Stimmen und vor allem den Rhythmus zu erlernen, doch hier wurde er zum wahren Ohrwurm. Selbst beim Schlafengehen sangen einige ihre Melodien mit Eifer.

Kaffeepause und Aufwärmen

Neue Lieder werden gleich einsortiert Für die Landschaft blieb leider wenig Zeit.

Insgesamt wurde es eine Zeit ständig wechselnder Emotionen, auf einen einfachen und bekannten Titel, welcher nur aufgefrischt werden musste (Heaven is a wonderful place) folgte ein völlig ungewohntes Lied der Barockzeit (Viele verachten die edele Musik), welches wiederum fortgeführt wurde von einem modernen Titel (Rehbockrock). Es wurde nicht nur ernst geprobt, sondern auch ausgelassen gesungen und "getratscht". Von besonderer Bedeutung für viele Sängerinnen wurde Mozarts "Ave verum", mit seiner Inniglichkeit, aber auch dem hohen stimmlichen Anspruch.

Unser kleiner Pausenraum wurde zum wahren Zufluchtsort, denn im Saal war es auf Grund der Witterung sehr kalt und ungemütlich. Da half eine warme Tasse Kaffee oder Tee schon ei ganzes Stück weiter. Die Versorgung bot sonst leider keine großen Überraschungen, dafür sorgte der Chor selber nach getaner Arbeit.

Zur Tarnung trafen wir uns in der Bibliothek und werteten den arbeitsreichen Tag aus; wir blieben bis lang nach Mitternacht. Aus gegebenem Anlass wurde endlich auch Gabi Röck für ihre 25-jährige Mitgliedschaft im Chor ausgezeichnet. Wir freuen uns über so beständige Mitglieder und hoffen auf viele weitere Sangesjahre.

[Schauen Sie doch mal für einen Moment unsere Bilder an, die sagen mehr als Worte: Ehrung, Geselligkeit, Ergebnisse]
Am Sonntag Morgen waren die Stimmen mächtig sonor und tief, es bedurfte einer intensiveren Einsingephase zur gewünschten "Betriebswärme". Doch die hörbaren Ergebnisse verdeutlichten, dass erste Erfolge der Probenarbeit vom Vortag zu verzeichnen waren. Selbst das oft geübte "Tum bala" konnte im Ganzen dargeboten werden. Somit wurde für die kommenden Wochen eine gute Basis gelegt und es zeigte sich wieder einmal, dass so ein Probenwochenende sowohl musikalisch sängerisch, als auch menschlich wichtig ist, um die Chorgemeinschaft voranzubringen und zu festigen.

Schauen wir vorwärts in die kommende Konzertsaison und freuen uns auf die nächste Zeit beim Probenwochenende 2010.

Wir waren mit dabei:
R. Jung, M. Meier, R. Greulich, G. Röck, W. Goslinowski, R. Hetzel, R. Schwarick, S. Reetz, M. Blankenburg, B. Schilling, D. Schenk, J. Rütze, D. Targatz, V. Schwarick

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