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91. Stiftungsfest Teutonia Ladeburg
05.11.2016

Zwischen Sommer und Weihnachten treffen sich die Chöre um Biesenthal - Bernau immer in Ladeburg, um das Stiftungsfest des Männergesangvereins Teutonia zu feiern. Der diesjährigen Einaldung folgten wir wieder gern.
Es hatte sich ein Übertragungsfehler eingeschlichen, so dass die Marienwerderaner fast zu spät zur Eröffnung kamen und ohne Einsingen in die Darbietung einsteigen mussten. Die Gastgeben begannen und bewiesen einmal mehr, dass die neue Ausrichtung der Chorsätze (dreistimmig, tiefere Tonlage) zu mehr Sicherheit und gutem Klang führt. Es folgten der Gemischte Chor Blumberg, u. a. mit einem afrikanischen Gospelgesang, und der Frauenchor Lanke. Bei deren letztem Vortrag machten sich verwunderte Gesichter in den Reihen unserer Männer breit, denn wir hörten das gleiche Lied, mit welchem wir unseren Vortragbeginnen wollten. "Der Wanderkamerad" ist für uns bearbeitet worden und wahrscheinlich durch persönliche Beziehungen auch den Frauen ermöglicht worden. Wir nahmen es wohlwollend auf und blieben dennoch unserer Planung treu. Also sangen auch die Männer den "Wanderkamerad", gemeinsam trugen wir "Nun ruhen alle Wälder" vor, da es im Herbst die einzige Mögichkeit für uns ist, saisonale Lieder vorzutragen. Den Abschluss machten die Frauen mit der premiere von "The Rose". Sie waren so angespannt, dass sie das eigentliche Tempo nicht aufnahmen und langsamer begannen. Es gelang nur mit Mühe, das Tempo zu korrigieren. Doch sie waren so aufgeregt, dass sie förmlich an jedem Ton arbeiteten und dadurch mit Leben erfüllten. Es war wohl die Überraschung des Abends und sofortige Lobesworte als auch später am Abend zu diesem Vortrag nahmen wir gern entgegen.
Anschließend wurde gefeiert, wobei sich die Marienwerderaner wieder als die beständigste Truppe herausstellte. So konnten wir auch gg. 21.30 Uhr den traditionellen Hymnengesang, ergänz durch den "Jägerchor" und "Aus der Traube" noch erklingen lassen.

Ansprache des Vorsitzenden

Der MGV Teutonia Ladeburg beim Singen

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Weihnachten 2016
Die diesjährige Saison war wieder einmal eine der aktivsten und ereignisreichsten. In 4 Wochen gaben wir 9 Weihnachtskonzerte mit unterschiedlichem Publikum. Wir waren in warme Stuben und kalten Kirchen, wir sangen im Keller und am Wasser, Menschen lauschten uns bei Tageslicht und im Dunkeln. Vielfältiger hätte die Saison nicht sein können.
Die ersten Weihnachtstöne erklangen pünktlich zum 1. Advent in der Kirche Rüdnitz. Bereits m vergangenen Jahr waren wir dort zu Gast und nahmen dankend die Einladung für 2016 an. Es waren nicht viele Zuhörer, doch diese waren umso interessierter, wir konnten ihre Freude auf die Weihnachtszeit spüren. Unsere Premiere war gelungen, auch wenn einige Lieder (z. B. "Die heilige Nacht" - MGV) noch Unsicherheit erkennen ließen. Für das folgende Konzert am gleichen Tag holten wir uns wieder Verstärkung. Die Kinder der KITA und der Grundschule Marienwerder gestalteten mit uns gemeinsam das Singen in der Kirche Marienwerder, welches wir im letzten Jahr erstmals durchführten und auch 2016 gut besucht war. Im Wechsel von Chören, Flötengruppe, gemeinsamem Singen und aktivem Einbeziehen des Publikums waren 60 Minuten schnell vergangen. Die Resonanz der Besucher stimmte uns sehr froh, denn unser Konzept wurde wieder gut angenommen und findet sicherlich eine Fortführung. Die Chöre präsentierten sich sicher mit bekannten Liedsätzen, z. T. als Erweiterung ("Cantemos a Maria" - FC), oder Neueinstudierung ("O freudenreicher Tag" - MGV). Der Auftakt in die Saison war gelungen.
Das dritte Konzert stufen wir als eines der gelungensten in diesem Jahr ein, das Weihnachtssingen für die Senioren in Ruhlsdorf. Hier kommt ein Wohlfühlfaktor hinzu, welcher auch bei Singen zu spüren ist. Spürbar war auch das Ergebnis der Probe in der Woche davor, so dass alle Sängerinnen und Sänger mehr Sicherheit in der Präsentation spüren ließen und von ausgelassener Stimmung ("Les cloches du Hameau") bis großem Spannungsbogen ("Heilige Nacht") ihre volle Leistungsfähigkeit entfalteten. Das Publikum dankte es mit wohlwollendem Applaus und Lobesworten im Anschluss.
Schon lange ist es bei uns Tradition, dass wir am 2. Advent in Groß Schönebeck singen. Im Vergleich zum letzten Jahr mussten wir feststellen, dass es weniger Zuhörer waren, was vielleicht auch an der fehlenden Werbeunterstützung durch den nun im Ruhestand befindlichen Pfarrer lag. Dennoch gaben wir uns viel Mühe, was uns nicht immer überzeugend gelang. Plötzlich tauchten im Alt ein paar Unsicherheiten auf, welche wir vorher noch nie hatten. Im Männerchor wurden Textschwächen deutlich. Doch den Frauen gelang das neue "Christmas Lullaby" sehr gut, auch wenn es vom Publikum scheinbar nicht recht verstanden wird. Im Anschluss an das Konzert gibt es immer das gemeinsame Kaffeetrinken, bei welchem wir nochmals mit kräftiger Stimme die Senioren des Ortes unterstützten und weitere Weihnachtslieder darboten. Danke dem Team für die Vorbereitung und Versorgung an diesem Nachmittag.
Das Heimspiel für alle Chormitglieder zur Seniorenweihnachtsfeier des Ortes gehen wir gelassen an. In angenehmer Atmosphäre gestalteten wir wieder ein gemeinsames Programm mit KITA und der Schule, so dass jeder einen kleinen Beitrag für das große Ganze leistet und jeder zu seinem Recht kommt. Die Gemeindevertreter bedanken sich bei den "Kulturverantwortlichen", die Chöre sagen "Dankeschön" an den Chorleiter für das gemeinsame Jahr. Gern nahmen wir die Einladung zum Essen an und blieben nach dem Singen noch etwas. Unser Weihnachtsliedersingen in Marienwerder stellte über viele Jahre unseren Abschluss des Chorjahres dar, jedoch folgten auch 2016 weitere Termine.
Am 3. Advent sangen wir in der Seniorenresidenz am Wukensee in Biesenthal. Dieser Auftritt ist für uns eine emotionale Herausforderung, da uns so viel Freude und Dankbarkeit entgegengebracht werden, aber gleichzeitig auch deutlich wird, dass Altsein auch mit Einsamkeit und gesundheitlichen Gebrechen verbunden sein kann. Daher freut es uns, wenn wir die Herzlichkeit und menschliche Wärme der Weihnachtszeit mit unseren Liedern an die Zuhörer vermitteln können.
An Orten aufzutreten, wo es bereits einen Chor gibt, ist immer mit dem Konkurrenzgedanken verbunden. Um dies von Anbeginn zu entkräften luden wir einfach den Gemischten Chor Finowfurt ein, mit uns gemeinsam in der Kirche Finowfurt zu singen. Dienstag - das vielleicht kein typischer Tag für ein Weihnachtskonzert, doch kamen viele Interessierte und lauschten allen 5 Formationen, die wir stellen konnten. Wir kamen als Frauenchor, Männergesangsverein und gemischter Chor, dann die Finowfurter und schließlich alle Sängerinnen und Sänger gemeinsam. Als großer Chor von fast 50 Stimmen machte es allen großen Spaß, auch ohne vorherige gemeinsame Probe. Trotz vorheriger Absprachen mussten wir feststellen, dass wir für "O du fröhliche" und "Stille Nacht, heilige Nacht" unterschiedliche Sätze hatten, die kurzzeitig für Verwirrung bei den Chören sorgten. Das Gesamtergebnis fand eine sehr gute Resonanz und wurde spontan für das kommende Jahr wieder angekündigt.
Die widrigsten Wetterumstände trafen uns beim Weihnachtsmarktsingen in Altenhof. Obwohl die Marktatmosphäre und Lage am Werbelinsee viele Gäste anlockte, war es für uns eine herausfordernde Sängersituation. Alle drängten unter das Zelt, für einige Soprane war dort kein Platz mehr. Bei Kälte und einsetzendem Regen gaben wir unser Bestes und trugen alle Titel der gemischten Chorformation vor. Einige Gäste sangen sogar mit und dankten unseren Einsatz mit wohlwollenden Blicken und Applaus.
Der Abschluss der Weihnachtssaison und des Sängerjahres war das Singen im Seniorenheim "Regine Hildebrandt" in Bernau. Beide Chöre waren letztmalig fast vollzählig und sangen mit größter Sicherheit und einer hörbaren Lockerheit. Alle Proben seit September und jegliche Kritik vom Chorleiter in den Proben zwischen den Konzerten waren plötzlich verinnerlicht, alle Sängerinnen und Sänger von sich überzeugt, das Singen eine gespannte und dennoch angenehme Tätigkeit. Wir haben es geschafft und schauen auf ein erfolgreiches Jahr zurück.

Kirche Rüdnitz

Kirche Marienwerder

Kirche Groß Schönebeck

Groß Schönebeck Kaffeerunde

Wukensee

Kirche Finowfurt

Altenhof

"Regine Hildebrandt" Bernau

Kirche Rüdnitz
Alle 4 Kerzen sollten nun leuchten.

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