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Sängertreffen der Chöre des Sängerkreises Barnim
09.05.2010

Im zweijährigen Rhythmus führt der Sängerkreis Barnim das Treffen der Chöre durch, welches bisher immer in ehrwürdiger Kulisse - dem Kloster Chorin - stattfand, so auch in diesem Jahr, besonders zur Feier des 20-järigen Bestehens des Brandenburgischen Chorverbands. Doch bereits in der diesjährigen Vorbereitung des Treffens offenbarte sich, dass es einige Mängel gab, welche leider auch am Tag des Treffens deutlich wurden.

Noch wenige Wochen vorher gab es unterschiedliche Aussagen, ob das Treffen überhaupt stattfinden würde. Die Absprachen zwischen den Chören wurden erheblich erschwert, da es in diesem Jahr kein zentrales Treffen aller Beteiligten gab. So waren wir auf Eigeninitiative angewiesen.

Wiedermal erlebten wir die eigentlich schöne Örtlichkeit des Klosters von seiner unangenehmen Seite - trotz Anfang Mai war es deutlich zu kalt und nass. Uns war sofort klar, dass es nicht viele Zuhörer geben würde. Die Umstände, und eine mangelnde Werbung durch den Sängerkreis, haben nur wenige Chorinteressierte nach Chorin gelockt, meist Angehörige und Bekannte. Mit nur einem kleinen gemeinsamen Singen aller angereisten Chöre (9 von 24) begann der Tag der Chorpräsentationen. Einer der jüngsten Chöre des Sängerkreises, der Galerie-Chor Schönow begann auf der großen Bühne mit einem schönen Mix aus traditioneller deutscher Chorliteratur (Isaac) und frischeren internationalen Liedern („Heaven is a wonderful place").

Als wir unser Einsingen beendeten und die Bühne betraten mussten wir feststellen, dass nur wenige der vorherigen Zuhörer geblieben waren. Dennoch begannen die Männer frohen Mutes ihr „Wie schön ist es im Freien", bevor sie zum Loblied auf den Gesang mit „Das Lied - Wie ein stolzer Adler" anstimmten. Wir hatten uns in diesem Jahr auf Bekanntes und Bewährtes gestützt, obwohl drei Titel erst wieder seit einigen Wochen im Programm sind: „Kathleen Aroon" und „Schlag nach bei Shakespeare". Besonders unser Tenor schien an diesem Tag kein Vertrauen in sich zu haben, er klang sehr vorsichtig. Der Gesamtklang wurde leider auch durch eine falsch ausgesteuerte Tontechnik verfälscht, wodurch besonders der 2. Tenor in den Vordergrund trat. Insgesamt lieferten wir aber eine gute Leistung ab und waren würdige Vertreter des Männergesangs.

Wir nutzten die Möglichkeit, einen fließenden Übergang im Programm zu schaffen, indem unsere Frauen auch auf die Bühne im großen Schiff des Klosters kamen und wir drei gemeinsame Lieder präsentierten. Als wir unsere „Irische Segenswünsche" sangen erklang die große Glocke des Klosters und leitete die zweite Tageshälfte ein.

Mit guter Besetzung in allen Stimmen traten die Frauen an, als einziger Chor seiner Gattung, den besonderen Klang des Frauenchores hörbar zu machen. „Es tagt, der Sonne Morgenstrahl" war fast programmatisch, denn die Wolken waren inzwischen verflogen und die wärmenden Strahlen der Sonne trafen auf die Zuhörer im Außenbereich. Neben Frühlingsliedern und Volksliedern konnten wir wieder mit einer sehr guten Interpretation vom „Mann im Mond" das Programm beenden, womit der Fauxpas aus der Vorwoche auch wett gemacht war.

In der Mittagspause für alle Chöre, viele Sängerinnen und Sänger hatten das Gelände leider bereits verlassen, waren viel zu wenige Sitzmöglichkeiten in der Sonne, Getränke nicht verfügbar, potentielles Publikum immer noch nicht in Sicht. Der Vorstand des Sängerkreises entschied kurzfristig, dass die Abschlussveranstaltung bereits eine Stunde vorher beginnen sollte, was auch zu Unmut bei den wenigen Angereisten für das später angesetzte Abschlusskonzert führte.

Die vereinigten Männerchöre, MGV Marienwerder + MC Mücke Eberswalde + MGV Ladeburg (immerhin mit 1 Sänger) traten in gemeinsamer Formation an und ließen aus voller Kehle Mozarts „Bundeslied" erschallen. Als klassischen Männergesang präsentierten wir u.a. Mendelssohns „Der Jäger Abschied" und ließen das Publikum mit „Aus der Traube in die Tonne" an unserer Geselligkeit teilhaben. Es war für alle Männer eine schöne Erfahrung zu hören, wie ein großer Männerchor (immerhin um die 40 Sänger) klingen kann, und dass wir mit nur einer gemeinsamen Probe vorab so gut gemeinsam singen können.

Den großen Kontrast schafften unsere Frauen, denn auch hier hatte leider inzwischen der Abschied begonnen. So stellten sie sich mit 11 Sängerinnen auf die große Bühne und überzeugten alle mit einem disziplinierten und intonationsreinen Vortrag. Der kräftige und begeisterte Applaus der Zuhörer nach dem „Lion" war Lohn und Anerkennung.

Wir hoffen, dass in zwei Jahren eine bessere Organisation des Treffens zu mehr Sängern und mehr Publikum führt, damit die lange Zeit der Vorbereitung und die Arbeit der Chöre eine entsprechende Würdigung erfahren kann.

Kontaktaufnahme

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gemischte Chöre Eberswalde u. Biesenthal

MGV und FC

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gemeinsames Singen der (Männer-) Chöre

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